10.000 Euro-GmbH gestoppt

Eigentlich hätte es die Postion der GmbH gestärkt und den Ambitionen der Ltd. in Deutschland im Weg gestanden, aber: Das Gesetz der rot-grünen Bundesregierung zur Erleichterung einer GmbH-Gründung ist gescheitert.

Die Opposition hat das Verfahren verzögert und damit das neue GmbH-Gesetz in letzter Minute zu Fall gebracht. Einer der zwanzig Punkte in Kanzler Schröders
Gesellschaftsrecht-Reformplan hatte zum Ziel, die Kapitaleinlage um 15.000
auf 10.000 Euro zu senken und damit Existenzgründern den Weg zur GmbH zu
ebnen.

Natürlich hatte Justizministerin Zypries bei der Ausarbeitung des Entwurfes auch die englische Limited im Visier. Schließlich ist jede vierte
Kapitalgesellschaft, die heute in Deutschland gegründet wird eine Ltd. Die "ur-deutsche" GmbH sollte durch das Gesetz wieder gestärkt in den
Konkurenzkampf mit der britischen Limited gehen, die nur 1 Pfund Startkapital fordert. Durch die Anrufung des Rechtsausschusses hat die Union
nun weitere Lesungen des Gesetzes notwendig gemacht, die vor der Neuwahl nicht mehr stattfinden werden.

Eine Reform des Gesetzes wird nach weiteren Lesungen in den Fachausschüssen noch einmal zur Entscheidung vorgelegt werden müssen. Wer also auf die "billige GmbH" wartet, wird noch etwas Geduld aufbringen müssen.