Insolvenzfähigkeit der Ltd.

Ebenfalls im Jahr 2003 befasste sich das Hamburger Amtsgericht mit der Insolvenzfähigkeit einer englischen Limited in Deutschland.

Die Hamburger Richter vertraten die Meinung, dass die Insolvenzfähigkeit eines Unternehmens nach deutschem Recht dann gegeben ist, wenn die Firmenaktivitäten auch in Deutschland vorgenommen werden - demnach gilt deutsches Insolvenzrecht. Die Insolvenzfähigkeit war abgelehnt worden, da nach bislang geltender Rechtsprechung das Recht des Staates gelten sollte, in dem die Hauptniederlassung der Firma gemeldet ist.

Diese wurde im Verfahren aber als reine Briefkastenfirma ohne eigene Aktivitäten definiert. Der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stand damit nichts mehr im Wege.

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