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Sie spricht EnglischGenauso wie es in Deutschland verschiedene Rechtsformen für Unternehmen gibt (GmbH, AG, usw.), verhält es sich auch im Vereinigten Königreich.

Die häufigste Rechtsform ist die Limited. Derzeit gibt es in Großbritanninen über 2 Mio Limiteds, und jedes Jahr kommen 200.000 dazu. Genauer genommen heisst sie "private limited company by shares" (frei übersetzt: beschränkt auf ihr Aktienkapital).

Am Ehesten kann man diese Rechtsform mit der deutschen GmbH vergleichen, da es der Limited auch nicht erlaubt ist, ihre Aktien auf dem freien Markt anzubieten.

Die Limited darf ihre Aktien nur im "privaten" Bereich veräußern. Um mit der eigenen Unternehmung an der englischen Börse dotieren zu können, benötigt man eine public limited company (PLC). Diese Gesellschaftsform ist mit der deutschen AG zu vergleichen.

  
Abgrenzung PLC

Die Limited unterscheidet sich von der PLC in folgenden Punkten:
  • Es ist kein Mindestkapital bei der Limited notwendig, gegenüber 50.000 GBP bei der PLC, wovon mindestens 12.500 GBP bei Geschäftsbeginn eingezahlt sein müssen,
  • Die Geschäfte können bei der Limited durch einen einzigen director (Geschäftsführer/ Vorstand) geführt werden. Bei der PLC sind mindestens zwei directors vorgeschrieben,
  • Eine Limited kann von den verschärften Rechnungslegungspflichten befreit werden. Bei der PLC sind Sie automatisch wirtschaftsprüferpflichtig,
  • Jede Person darf secretary einer Limited sein. Bei einer PLC nur certified secretaries. Diese secretaries müssen eine besondere Ausbildung/ Studium absolviert haben.
Auf Grund der hohen Mindestkapitalvorschriften bei der PLC (Mindeststammkapital von 50.000 GBP, wovon mindestens 12.500 GBP eingezahlt werden müssen), ist diese Rechtsform für den deutschen Kleinunternehmer meist uninteressant.

 

Genauso wie bei der deutschen GmbH, handelt es sich auch bei der Limited um eine eigenständige juristische Person.

Das heisst
Sie handeln nicht in Ihrem eigenen Namen, sondern agieren als Vertreter der Limited.

Exkurs
Eine Limited wird durch ihre Gesellschafter (shareholder) gegründet. Sie sind die eigentlichen Besitzer dieser juristischen Person. Die shareholder wählen wiederum einen Vorstand/ Geschäftführer (director), welcher die Geschäfte im Namen der Gesellschafter und vor allen Dingen zu Gunsten der Gesellschaft führt. Das Hauptziel muss sein, dass die Limited Gewinn erwirtschaft. Dieser kann dann in Form von Dividenden an die Gesellschafter ausgeschüttet werden.

Die juristische Person ist eine eigenständige Person und somit kann eine Limited

  • vor Gericht klagen
  • vor Gericht verklagt werden
  • Verträge schließen
  • Immobilien besitzen
  • insolvent werden

Vielleicht waren Sie bis jetzt in Deutschland in Form einer Einzelunternehmung/ Personengesellschaft tätig und wissen daher sicherlich auch, dass Sie für all Ihre getätigten Geschäfte privat haften.

Erst wenn Sie in Deutschland eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Ltd, GmbH, UG (haftungsbeschränkt), AG, GmbH & Co. KG) gründen, ist Ihre Haftung auf das eingezahlte Stammkapital bzw. das Gesellschaftsvermögen begrenzt.

Dass auch deutsche Gründer die Limited in Deutschland nutzen können, entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) erstmals im Jahre 1999. Über die Rechtsentwicklung erfahren Sie mehr in dem Artikel "Die drei Urteile".